Lauf 1 zur DRX Internationalen Deutschen Rallycross Meisterschaft 2013 — Drivingcenter Groß Dölln, Groß Dölln

Zweiter Platz nach Getriebetod

„Anfahrt über Buckelpiste überlebt, Strecke kennengelernt und liebgewonnen, in der Geschwindigkeit stetig gesteigert, Getriebe zerstört“ so fasst Andreas Schrader die Ereignisse des DRX Laufs 1 - Groß Dölln zusammen. Was war passiert?

Das Team und Fahrer Andreas Schrader freuten sich, endlich die Strecke in Groß Dölln unter die Räder zu nehmen. Die letzten Kilometer auf der Buckelpiste Richtung Strecke wurden für Rennlaster, Anhänger und Mitfahrer in der Freitagnacht zu einer eigenen Prüfung.

Wechselndes Wetter am Samstag (Foto © Detlef Holtz)

Am Samstag ging es dann nach der Papier- und Fahrzeugabnahme auf die Strecke. Zwar ist sie für die Zuschauer schlecht einsehbar, aber für die Fahrer ist sie eine echte Bereicherung. Die Asphaltabschnitte sind anspruchsvoll, aber auch die Schotterpassagen haben es in sich. Leider gibt es hier einen Teil, der über einen stark welligen Untergrund verfügt, der Auto und Fahrer stark durchgeschüttelt. Wird der Untergrund dieses Teils noch etwas glatter, dann gibt es nicht mehr viel zu verbessern.

Die „Rüttelpiste“ - hier hat man das Gefühl das Auto fällt auseinander (Foto © Detlef Holtz)

Am Samstag wechselten sich Nieselregen mit kurzen Trockenphasen ab. Da wir sowohl für Rallycross, als auch Autocross genannt hatten, ging es gefühlt alle zehn Minuten auf die Strecke. Über den Samstag konnte Andreas Schrader seine Geschwindigkeit stetig steigern, aber im Training fehlte dann doch eine Sekunde auf die EM-erfahrene Mandie. Den Heat 1 konnte Schrader gewinnen, weil seine Gegnerin die gelbe Linie am Ausgang der Jokerlap mit den Reifen berührt hatte.

Start zu Heat 2 - kurz vor dem Getriebetod (Foto © Detlef Holtz)

Das waren gute Voraussetzungen für Heat 2 und so ging es Sonntag morgen bei trocken Verhältnissen an den Start. Als die Startampel aufblinkte lies Andreas Schrader die Kupplung kommen und erwartete Vortrieb. Aber außer knirschendem Kreischen aus Richtung des Getriebes passiert nichts. Schrader rollte von der Strecke und der Renntag war leider zuende. Getriebeschaden! Der Finaldrive hatte seinem Gegenpart alle Zähne abrasiert und die daraus resultierende Späne hatten das Getriebegehäuse gesprengt. Da gab es nichts mehr zu reparieren.

Zahnlos, kraftlos, wertlos (Foto © Novasport Racing GbR)

Da Schrader aber einen Heat absolviert hatte, in einem zweiten Heat gestartet war, wurde er Zweiter. Da es nur zwei Starter beim ersten DRX-Lauf gab, wurde die Punkte auch noch geteilt. Hart erkaufte Punkte!

2. Platz trotz Getriebetod, aber halbe Punkte (Foto © rallycam.de)

Aber wir kommen wieder und im Herbst fahren wir dann hoffentlich im Finale um den Sieg.