Lauf 2 zur DRX Internationalen Deutschen Rallycross Meisterschaft 2012 — Gründautalring, Gründau

Außer Spesen nix gewesen

Nach dem Desaster vom Estering wollte Andreas Schrader auf dem Gründautalring ein doppeltes Programm abspulen. Wir hatten in den beiden Disziplinen Rallycross und Autocross genannt und der Polo war mit einer brandneuen Sachs-Kupplung ausgestattet. Beim Start zum ersten freien Training passierte es dann: Nach zwei Metern drehte die Kupplung wieder durch. An ein Fahren im Renntempo war nicht zu denken.

Sofort wurde das Getriebe ausgebaut und die Kupplung untersucht. Aber die Teile waren entweder neu oder von Sachs geprüft und für gut befunden. Also wurde das Getriebe zerlegt. Der nächste Verdächtige war der Ausrücker, bzw. einer der Quadringe. Chefmechaniker Ralf Strauß zauberte aus dem Nichts einen O-Ring als Ersatz. Jetzt schien der Ausrücker zu funktionieren. Getriebe und Motor wurden wieder eingebaut. Kurzer Test im Fahrerlager. Mist! Funktioniert immer noch nicht!

Der erste Renntag war vorbei und wir hatten das gezeitete Training und Heat 1 verpasst. Aber die Jungs gaben nicht auf. Wieder wurde das Getriebe ausgebaut und die Lage beurteilt. Andere Fahrer wurden zu Rate gezogen, Rolf Volland meldete sich aus Österreich vom EM-Lauf. Es wurde Hilfsbleche angefertig, die der Kupplung helfen sollten ihren Dienst zu verrichten. Am Sonntag morgen dann raus auf die Strecke, bevor die Veranstaltung losging. Ergebnis: Kupplung rutscht weiterhin durch, wenn auch nicht so schlimm. Aber an Renntempo war nicht zu denken. Ende des Rennwochenendes. Alles vorbei.

Wir hatten uns wirklich auf den Gründautalring gefreut und uns auch gute Chancen ausgerechnet. Aber es sollte einfach nicht sein. Vielen Dank noch einmal an das Team. Ihr habt unser Motto “Never, never give up!" wirklich gelebt. Das Getriebe geht jetzt zur Wartung zum Getriebebauer und dann sind wir hoffentlich wieder dabei - und zwar im Renntempo!